Beispiellose Marktentwicklung
Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall verzeichnet eine beispiellose Entwicklung. Seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 hat sich der Aktienkurs des Düsseldorfer Unternehmens mehr als verzwanzigfacht, was den Konzern mit einer Marktkapitalisierung von 82 Milliarden Euro zum sechstwertvollsten börsennotierten Unternehmen Deutschlands macht.
Beeindruckende Geschäftszahlen
Die Geschäftszahlen unterstreichen diese Entwicklung eindrucksvoll: In den ersten neun Monaten 2025 stieg der Umsatz um 20 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis um 18 Prozent auf 835 Millionen Euro anwuchs. Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzwachstum von mindestens 25 Prozent gegenüber 2024.
Strategische Übernahme im Marinebereich
Ein strategischer Meilenstein wurde im September 2025 mit der Übernahme der Bremer Werftengruppe Naval Vessels Lürssen (NVL) erreicht. Mit diesem Schritt expandiert Rheinmetall in den Marinebereich und komplettiert sein Produktportfolio. Die Übernahme soll Anfang 2026 abgeschlossen sein, vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigungen.
Massive Expansion der Produktionskapazitäten
Konzernchef Armin Papperger treibt die Expansion konsequent voran. "Aktuell sind es 13 Werke, die wir in Europa entweder neu entstehen lassen oder massiv ausbauen", erklärte er. Bedeutende Investitionen umfassen eine 200-Millionen-Euro-Fabrik in Weeze für F-35-Komponenten sowie die Erweiterung des Hauptstandorts in Unterlüß um eine neue Munitionsfabrik.
Rekordverdächtiger Auftragsbestand
Der Auftragsbestand erreicht mit 55 Milliarden Euro einen historischen Höchststand – mehr als doppelt so viel wie vor dem Ukraine-Krieg. Inzwischen stammen 80 Prozent des Konzernumsatzes aus dem militärischen Bereich, während das Automobilzuliefergeschäft an Bedeutung verliert.
Zukunftsvision: Globaler Champion
Pappergers erklärtes Ziel ist es, Rheinmetall zu einem "globalen Champion im Rüstungssektor" zu entwickeln. Mit einem angestrebten Umsatz von 20 Milliarden Euro bis 2027 scheint der Konzern auf diesem Weg weit vorangeschritten zu sein.
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